Lily, die fliegende Kamera

Lily

Noch ein interessantes neues Produkt von der CES 2016, auch wenn die Drohne bzw. Kamera „Lily“ bereits im Mai 2015 vorgestellt wurde. Erhältlich ist das Teil noch nicht, es soll wohl im Sommer 2016 ausgeliefert werden. Was ist den „Lily“ jetzt genau? Laut Mitbegründer Mitbegründer Antoine Balaresque der jungen Firma Lily Robotics, Inc. handelt es sich um eine Kamera – mit ein paar Zusatzfunktionen, und nicht um eine Drohne! Im ersten Moment mag man das für Wortklauberei abtun, aber eigentlich hat er gar nicht mal so unrecht: Im Gegensatz zu eigentlichen Drohnen lässt sich „Liliy“ nämlich nicht direkt steuern. Diese „Spezialkamera“ folgt automatisch einem „Tracker“, den man bei sich trägt. Man kann der Drohne, äh der fliegenden Kamera aber auch ein paar Befehle senden, wie z.B. „komm zurück“ oder „flieg einen Kreis um den Tracker“. Wenn das ganze so funktioniert wie es soll und angekündigt ist, scheint das ein wirklich interessantes Konzept zu sein. Mittlerweile sollen wohl bereits 34 Millionen Dollar bzw. 60000 Vorbestellungen vorliegen. Da kann man für die Vorbesteller nur hoffen, dass diese neue Firma ihre Versprechen auch wirklich hält!

Neues von Parrot: Starrflügler Disco

Auf der Elektronikmesse CES 2016 hat Parrot eine sehr interessante neue Drohne vorgestellt. Das Besondere: Es ist kein Quadrocopter! Beim Parrot Disco handelt es sich um einen Starrflügler, also praktisch um ein Flugzeug, genauer gesagt um einen Nurflügler. Nachteil dieses Konzepts: Seitwärts- und Rückwärtsflug oder schweben ist natürlich nicht möglich, dafür ist die Konstruktion (relativ) simpel (z.B. nur ein Motor) und es werden höhere Geschwindigkeiten erzielt (bis zu 80 km/h) – trotzdem soll die Disco leicht zu steuern (auch mittels FPV) sein und satte 45 Minuten in der Luft bleiben können. Das Video sieht sehr vielversprechend aus, jetzt muss nur noch der Preis stimmen. Das einzige was – konzeptbedingt – etwas „unschön“ aussieht, ist die automatische Landung, die meiner Meinung nach eher einem „kontrolliertem Absturz“ gleicht. Wie sich das auf die Haltbarkeit auswirkt wird man sehen, wenn die Drohne irgendwann 2016 auf den Markt kommt.

Profi-Quadrocopter: DJI Inspire 1

Gut, man kann streiten ob es sich beim neuen Quadrokopter von DJI, dem Inspire 1 um ein Profigerät handelt: Die Features und auch der Preis sprechen schon eher für den Profibereich: Es gibt sicherlich nicht viele, die einfach so zum Spaß mindestens 3300 Euro für einen QUadrocopter hinblättern – soviel kostet der Inspire 1 in der Minimalkonfiguration mit einer Steuereinheit. Für das Geld bekommt man aber auch einiges geboten: Eine 4K-Kamera (Foto:12 Megapixel), eine Art „automatisches Einziehfahrwerk“, ein 3-Achsen-Gimbal, Live-HD-Übetragung, Kameras zur Abstandsmessung, 18-Minuten-Akku… Wenn man noch ein paar Hundert Euro drauf legt erhält man eine zweite Steuereinheit, mit der man die Kamera seperat steuern kann, also die Drohne praktisch mit „Pilot“ und“Kameramann“ steuert. Schon cool und man sieht gleich dass dieser Quadrocopter mit einer Hobbydrohne wie der DJI Phantom wenig gemeinsam hat.
Einfach mal das Video anschauen, ist schon sehr beeindruckend…

Link zur Herstellerseite

Paketkopter von DHL

Verschiedene Unternehmen, wie z.B. Amazon (Amazon Prime Air) oder Google arbeiten mehr oder weniger lange an Lösungen, Quadcopter für die kommerzielle Sendungszustellung einzusetzen. Auch die Post bzw. DHL ist vor einigen Monaten auf den Zug aufgesprungen und hat ebenfalls einen Quadcopter vorgestellt. Und siehe da: Der sogenannte „Paketkopter“ wird jetzt tatsächlich genutzt – somit hat DHL nicht nur aufgeholt sondern ist der Konkurrenz jetzt sogar einen Schritt voraus. Klar, von einem Masseneinsatz ist man noch ganz weit entfernt, denn der Paketkopter wird bisher nur zum Transport von Arzneimittel von Norddeich zur 12km entfernten Insel Juist verwendet. Der Aufwand ist enorm, denn jeder Flug wird von einer Bodenstation überwacht und auch die Flugsicherung ist jedes mal involviert. Aber Respekt: DHL lässt Ankündigungen Taten folgen.

Der Transportbehälter sticht aufgrund seiner Tropfenform gleich ins Auge:

Quelle: Deutsche Post AG
Quelle: Deutsche Post AG

Armband-Quadcopter

Der Trend scheint zu immer kleineren Quadkoptern zu gehen einer dieser neuen Vertreter ist das Konzept „Nixie„. Das besondere: Der Quadkopter wird als Armband getragen! Ja, wirklich als Armband. Das Entwicklerteam macht mit diesem Konzept bei der Intels Make It Wearable Challenge mit, dem Siegerteam winken immerhin bis zu 500000 Dollar. AUf den ersten Blick mal ein „Quadkopter als Armband“ schon sehr skuril klinken, das Video zeigt aber potenzielle EInsatzmöglichkeiten: Der Quadkopter soll wohl hauptsächlich für „Selfie-Aufnahmen“ (nebenbei: ich hasse dieses Wort…) zum Einsatz kommen.
Auch wenn sich das Ganze interessant anhört, habe ich so meine Zweifel an diesem Konzept…

„Taschen-Drone“

Auf Kickstarter gibt es ein interessantes Quadcopter-Projekt: The Pocket Drone. Gut, wenn man’s genau nimmt, handelt es sich nicht um einen Quadcopter, da das Teil nur über drei Propeller verfügt. Was diesen Mulitcopter so besonders macht ist die Größe. Die Ready-To-Fly-Drone soll /zusammengelegt) unter 7 Zoll (weniger als 18 cm) groß bzw. klein sein, aber trotzdem ein „Lastenesel“ sein: Eine GoPro-Kamera stellt kein Problem da und Flugzeiten von ca. 20 Minuten sollen auch drin sein. Klingt alles sehr  interessant und auch das Video verspricht einiges. Schade nur, dass dieser Multicopter für ca. 500 Dollar erstmal nur in den USA erhältlich sein wird.

Zubehör selbst gebastelt

Landegestellverlängerung

Ein Arbeitskollege – der einen DJI Phantom besitzt – hat sich immer darüber geärgert, dass das Gestell der Phantom bei einer Verwendung mit einem Gmibal zu kurz ist – und sich daher eine eigene „Lösung „gebastelt“. Genauer gesagt hat er ein paar Plastikteilchen entworfen und mittels 3D-Drucker ausgedruckt. Mit 4 dieser Teile und ein paar Schrauben kann man jetzt das Gestell „verlängern“, so dass der Quadcopter auf den Kufen landet – und nicht mehr mit der darunter hängenden Kamera.
Wer diese Teile auch braucht: Martin bietet sie über einen eigenen kleinen Webshop unter http://shop.meez.de an.

Neue GoPro

Go Pro hat eine neue Kamera auf den Markt gebracht, die „Hero 3+“. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hier nicht um eine Neuentwicklung, sondern eher um ein Update der 3er-Serie. Ein bisschen leichter, ein bisschen kleiner und ein bisschen bessere Bilder. Das war’s auch schon. Aber warum sollte man auch das Rad neu erfinden? Lieber etwas Gutes einfach ein klein wenig besser zu machen, vor allem wenn sich preislich nichts ändert: Die „+“-Modell kosten soviel wie die entsprechenden Vorgängermodelle.
Hier die Änderungen für die „GoPro Hero3+ Black Edition“ im Detail:

  • 30% längere Akkulaufzeit
  • Verbessertes Objektiv
  • Verbesserte Audio-Eigenschaften
  • 4x schnellere WLAN-Komponente
  • 20 % kleiner und leichter
  • Neuer Videomodus „SuperView“: Verbesserte Weitwinkel-Funktion
  • Verbesserter „Schwachlicht-Modus“: Bildrate wird zugunsten besserer „Lichtleistung“ automatisch reduziert

Und hier noch ein kleines Werbevideo dazu: